Es ist der 23.12.2015 – 438 Familien stehen an diesem Tag bei dieser Ausgabestation an.

50 kg Reis/ 5 Liter Öl/ 3,3 kg Kichererbsen/ 1 kg Trockenfisch/ 1,65 kg Salz
– Das ist die Essensration, die einer Familie pro Monat zusteht.

Die Geschichte der Rohingya ist traurig. Sie erhalten regelmäßig internationale Aufmerksamkeit, weil sie Staatenlose, Rechtlose, Bildungslose und Vertriebene sind – Menschen ohne Hoffnung und Perspektive. Laut Angaben der UNO sind die fast 1 Millionen Menschen im Jahr 2015 die meist verfolgte Minderheit der Welt. Der Staat Myanmar erkennt sie nicht einmal als Minderheit an. Aus Bangladesch seien sie eigentlich. Und, was fast schlimmer wiegt, Muslime. Die toleranten Buddhisten haben Angst vor einer anderen Religion.

Wer sind diese Menschen – illegal eingewanderte Bengali oder Rohingya? Diese Frage scheint tatsächlich unklar, doch welche Rolle spiet das schon. 2015 sollen 5.000 in Booten geflüchtet sein. Sie trieben auf dem Wasser und kein Land wollte sie aufnehmen.

Einige der Flüchtlinge wohnen vielleicht in den Camps, in denen diese Bilder entstanden sind. Andere sind vielleicht in ihre Dörfer im Rakhine Staat zurückgekehrt, wo sie sich nicht frei bewegen können und diskriminiert werden. Und ständig die Angst, es könnte wieder knallen. Wie 2012, als ihre Moscheen brannten und 200 Menschen starben. Im Oktober 2016 mehrten sich die Meldungen über neue Ausschreitungen und Todesopfer und auch 2020 reißen die Meldungen nicht ab.

Die Camps werden von burmesischen Hilfsorganisationen geführt. Das Geld stammt aus der Türkei oder Qatar. Der Zutritt verlangt eine Sondergenehmigung. Die Haltung Aung San Suu Kyi´s ist auch 2020 unklar. Der Dalai Lama kritisierte sie schon vor einigen Jahren dafür.

Hier kommen sie in die Online-Ausstellung, mit limitierten Fotografien aus Myanmar.
Viel Freude beim Stöbern!

Fall Sie etwas Gutes tun möchten: www.projekt-burma.de
“Projekt Burma” gegründet von Marion Mück aus Filderstadt, leistet seit 2009 hervorragende Arbeit und unterstützt die schwächsten Menschen Myanmars, die durch Katastrophen oder strukturelle Armut in Not geraten sind. Helfen sie gerne mit.